#170: Berufsunfähigkeitsversicherung trotz MS. Interview zu Eckdaten & Konditionen

Am Ende der Themenwoche „Finanzen und MS“ geht es heute um Berufsunfähigkeitsversicherungen, die auch für chronisch Kranke möglich sind. Nach einer mehrjährigen Wartephase nach Abschluss der Versicherung würde dieses Modell auch greifen, wenn die zu Beginn bereits bekannte chronische Erkrankung, beispielsweise eine Multiple Sklerose zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Berufsleben führen würde. Genaueres zu den Eckdaten und Konditionen erfährst Du in Folge 170 im Interview mit Katharina Stefowski und Michael Borgmann von der Swiss Life Select.

Inhaltsverzeichnis

Vorstellung

Michael Borgman

Gelernter Industriekaufmann. Ehemals Einkaufsleiter. Kunde von Swiss Life Select seit 2014. Finanzberater & Expat Experte bei Swiss Life Select seit 2020.

Persönliche Motivation für den Beruf

Ich habe 20 Jahre in einem Schweizer Unternehmen gearbeitet. In meiner letzten Rolle als regionaler Einkaufsleiter war ich viel in Europa unterwegs, was aber auch mit viel Stress verbunden war. Seit 2014 bin ich Kunde bei Swiss Life Select und habe mich Anfang 2020 entschlossen einen neuen Weg einzuschlagen.

Durch den Kontakt zu vielen Kunden aus dem Pflegebereich, Kranken- oder Altenpflegern aber besonders auch der Austausch mit einem ehemaligen Arbeitskollegen, der die Diagnose MS bekommen hat, habe ich erfahren, dass der Bedarf nach einer Absicherung sehr hoch ist.

Ich habe hier einen „Baukasten“ erstellt, der dem Bedarf gerecht werden kann. Ich habe hier nicht den richtigen Weg gefunden, wie ich diese Informationen weitersagen kann, da ich selbst nicht betroffen bin und auch wenig Erfahrung mit chronischen Krankheiten habe. Und hier kommt Frau Stefowski ins Spiel…

Katharina Stefowski

Examinierte Altenpflegerin seit 2012. Kundin bei Swiss Life Select seit 2017. Selbst tätig bei Swiss Life Select seit 2022 als Trainee Finanzberaterin.

Persönliche Motivation für den Beruf

Ich bin selbst Kundin seit 2017. Mir war bekannt, wie Swiss Life Select arbeitet. Anfang des Jahres ergab sich die Frage in einem Gespräch mit meinem Berater Michael Borgmann, ob ich Interesse daran hätte mir ein zweites Standbein aufzubauen.

In Pflegeberufen hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert, man hat keine Zeit für die Patienten, eine Wertschätzung gibt es kaum bis überhaupt nicht und ich glaube jeder weiß, mit der Bezahlung kann kaum jemand zufrieden sein. Daher fand ich den Gedanken nicht verkehrt. Ich habe das Team in Dortmund kennengelernt und mehr über die Arbeit von Swiss Life Select erfahren.

Ich lege großen Wert darauf Menschen zu helfen. Durch meine Berufserfahrung habe ich erlebt, wie junge Menschen durch eine Krankheit aus dem Leben gerissen worden sind und vor dem Nichts standen. Ich habe in der Reha-Klinik mit jungen Menschen gearbeitet, die MS als Diagnose bekommen haben. In der Pflege habe ich als Wundexpertin Rentner betreut, die lieber ein trockenes Brot gegessen haben, damit Sie für ein Geburtstagsgeschenk für die Enkel sparen können.

Mir wurde bewusst das es sehr viele Menschen gibt, denen dieser Mehrwert viel geholfen hätte für solche unvorhersehbaren Situationen.

Vorstellung Swiss Life Select

Was sind die Ursprünge von Swiss Life und wie groß ist die Firma heute?

Frau Stefowski:

Swiss Life ist die Schweizerische Lebensversicherungs- und Rentenanstalt und wurde 1857 gegründet, sozusagen die Schweizer Rente. Mit ca. 20 Milliarden eine sehr solide Kapitalbasis und der größte Lebensversicherer in der Schweiz. 70.000 Mietobjekte in der Schweiz, man sagt: jeder vierte Schweizer wohnt in einer Swiss Life Immobilie.

Viele Zahlen, heißt einfach übersetzt, es wird uns auch noch länger geben.

Wie entstand Swiss Life Select und wie steht die heutige Firma zu der Vorgängergesellschaft AWD?

Herr Borgmann:

Die Swiss Life Select ist ein Tochterunternehmen der Swiss Life.

Anfang der 2000er wollte die Swiss Life von Produkten anderer Hersteller profitieren, sozusagen eine Metro zum Thema Geld gründen.

Es gab 2 Strategien, entweder den Neuaufbau eines Netzwerkes oder eine Firma mit Infrastruktur zu übernehmen, die schon ungebunden arbeitet, wie in Deutschland die AWD.

Allerdings arbeiten Schweizer Unternehmen mit 5 Jahres Zielen.

Nach der Übernahme hat Swiss Life das gesamte Geschäftsmodel hinterfragt, die komplette Geschäftsführung ausgetauscht und alle Prozesse optimiert. Heute werden jährlich mehrere Millionen in IT-Systeme und Weiterbildung investiert, um einen hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten.

Wie sieht das Geschäftsmodell aus? Wonach werden Angebote für den Kunden ausgewählt?

Herr Borgmann:

Unser Modell basiert auf der klassischen Idee der Finanzplanung, die alles aus der Sicht Kunden betrachtet. Ziel ist es Lösungen und Produkte unseren Mandaten zu empfehlen, die wir auf dem Markt finden.

Wir sind ungebunden, das heißt, Swiss Life Select hat keine eigenen Produkte und keine Produktvorgabe von einem Hersteller.

Diese Lösungen sind individuell auf die jeweilige Kundensituation zugeschnitten und beruht auf dem Motto „Alles kennen selbst entscheiden“. Der Kunde selbst entscheidet, ob er der Empfehlung folgt, oder sich für seine Situation passende Lösung entscheidet.

Wir arbeiten mit 150 Versicherungsgesellschaften und 450 Banken zusammen.

Qualität und Nachhaltigkeit des Produktgebers stehen bei uns im Vordergrund. Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, werden nach strengen Qualitätspunkten geprüft.

Da wir keine eigenen Produkte im Angebot haben, können wir auch zusätzliche Rabatte durch sogenannten Großkundenrabatte bei den jeweiligen Partnern erreichen.

Was und wie lange verdienen sie an vermittelten Produkten und was passiert, wenn ein Vertrag gekündigt wird?

Frau Stefowski:

Dem Kunden werden keine Beratungskosten in Rechnung gestellt. Wir arbeiten auf Provisionsbasis, alle Kosten sind in den Preisen der Produkte enthalten.

Wenn z.B. eine Rentenversicherung innerhalb von 14 Tagen widerrufen wird, muss die Provision natürlich zurückgezahlt werden. Wird ein Vertrag innerhalb der ersten 5 Jahre gekündigt wird, muss die Provision anteilig zurückgezahlt werden.

Wir wollen den Kunden nicht einen Vertrag vermitteln und dann „Tschö“ sagen, unser Ziel ist es den Kunden langfristig zu betreuen und bei Änderungen seiner persönlichen Situation auch weiterhin da zu sein.

Berufsunfähigkeitsversicherung mit zusätzlicher Aufstockung

Was ist der Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung? Gegen was genau sichert man sich dabei ab?

Frau Stefowski:

Wir sind das reichste Land in Europa mit hohen sozialen Standards und einem „Sozialem Netz“. Aber: Das soziale Netz besteht wie jedes andere Netz auch hauptsächlich aus Löchern. Wir haben gravierende Lücken.

So ist der Schutz der Arbeitskraft gar nicht mehr geregelt, außer man ist vor 1961 geboren.

Daher nennt auch die Verbraucherzentrale die Berufsunfähigkeit, neben der privaten Haftpflichtversicherung, als eine der wichtigsten Versicherungen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist somit ein Sicherheitsnetz, mit dem ich meine Arbeitskraft schütze.

Der Verlust der Arbeitskraft bedeutet in der Regel auch eine deutliche Einkommenseinbuße bei Krankheit oder Unfall und dies kann existenzbedrohlich werden.

Herr Borgmann:

Wenn ich nicht mehr arbeiten kann, habe ich zwar die Chance auf die Erwerbsminderungsrente (1. Zahl auf dem Rentenbescheid), 2019 wurde jedoch jeder 2. Antrag abgelehnt.

Auch wer eine Berufsunfähigkeit hat, sollte diese regelmäßig auf die aktuelle Situation prüfen lassen, oder anpassen. Eine BU-Rente sollte bei ca. 80% vom Nettogehalt liege, was auch alle Fachzeitschriften und Medien sagen.

Und hier liegt in den meisten Fällen der Beratungsfehler. Was passiert denn, wenn ich berufsunfähig werde?

Ab 67 fängt dann die 2. Versorgungslücke an. Meine Altersbezüge in der Rente werden nicht mehr erhöht.

Ich habe keinen Arbeitgeber mehr, ich bekomme keine Gehaltsabrechnung, kein Bruttogehalt, von dem die gesetzliche Rente abgezogen wird. Ein Arbeitnehmer mit ca. 3000 Euro Bruttogehalt zahlt 280,00 Euro and die deutsche Rente in den Abzügen der Gehaltsabrechnung. Der Arbeitgeber zahlt ebenfalls 280,00 Euro an die deutsche Rente.

Wenn ich berufsunfähig bin, müsste ich diese 560,00 Euro selbst zahlen, um meine Rente noch aufzubessern. Ich bekomme weniger Geld, muss aber viel mehr sparen. Da dies nicht funktioniert, empfehlen wir einen Airbag, oder auch die Sparunfähigkeitsabsicherung.

Frau Stefowski:

Der Airbag ist eine normale fondsgebundene Rentenversicherung. Im Fall der Berufsunfähigkeit übernimmt die Gesellschaft den Beitrag für mich und erhöht diesen jedes Jahr um 5-10%. Normalerweise sind solche Verträge ebenfalls mit Gesundheitsfragen verbunden, es gibt aber Anbieter, die keiner Gesundheitsfragen stellen und keine Angabe von chronischen Krankheiten nötig ist, dafür mit einer Wartezeit. Es ist immer ein Einzelfallentscheid und ein Beratungsthema und sehr sinnvoll darüber zu sprechen und sich einfach mal eine individuelle Berechnung erstellen lassen.

Was passiert mit dem Geld, wenn man bis zum Renteneintritt arbeitsfähig bleibt?

Frau Stefowski:

Wir sagen dann „Herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft“, denn statistisch gesehen scheidet jeder Vierte aus dem Berufsleben aus.

Herr Borgmann:

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung bekomme ich kein Geld zurückgezahlt, wenn bis zum Renteneintritt nichts passiert.

Genau das ist der Grund, warum viele hier zurückschrecken.

Eigentlich ist es wie eine KFZ Vollkasko Versicherung, nur das ein VW Golf ungefähr 30.000 Euro kostet. Wenn ich den Wert meiner Arbeitskraft ausrechne, kommen hier schnell Millionenbeträge zusammen…

Der Airbag ist eine Rentenversicherung. Die eingezahlten Beiträge werden verzinslich angelegt und spätesten zum Renteneintritt ausgezahlt.

An welchen Hürden scheitern chronisch Kranke normalerweise, wenn sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen wollen?

Frau Stefowski:

Am Berater… 😉

Egal ob chronisch krank, oder sogenannte „Vorschäden“ wie ein Bandscheibenvorfall, psychische Behandlungen, oder einfach nur Über- oder Untergewicht, in einem Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung, muss ich immer die Gesundheitsfragen beantworten. Diese sind unterschiedlich bei den Gesellschaften. Abfragezeiträume sind 3-10 Jahre, es gibt „junge Leute“ Anträge oder Aktionsanträge mit vereinfachten Fragen.

Herr Borgmann:

Es gilt hier die sogenannte vorvertragliche Anzeigepflicht. Das bedeutet, ich muss natürlich die Wahrheit sagen, ansonsten ist die Gesellschaft „leistungsfrei“, also muss keine BU-Rente bezahlen.

In der Regel finden wir viele Verträge, wo ein, oder sogar 2 Augen zugedrückt wurden. Erst nach 10 Jahren sind diese Falschangaben dann verjährt.

Mit einer chronischen Krankheit wie MS, oder Rheuma kann ich keinen normalen Vertrag abschließen. Die Gesellschaften lehnen einen Antrag ab.

An welchen Hürden scheitern chronisch Kranke normalerweise, wenn sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen wollen?

Herr Borgmann:

Für eine Berufsunfähigkeit gibt es immer wieder Aktionsanträge, die man kennen muss. Zurzeit haben wir eine Aktion, eine Berufsunfähigkeit bis max. 1250,00 BU-Rente mit nur 3 Gesundheitsfragen. Wenn ich nicht in den letzten oder in den nächsten 6 Wochen in Behandlung bin, oder Medikamente einnehme, komme ich durch die Gesundheitsprüfung und kann die Berufsunfähigkeit tatsächlich mit MS-Diagnose abschließen.

Frau Stefowski:

Den Airbag, kann ich ohne Gesundheitsfragen abschließen, hier gilt eine Wartezeit von 3 Jahren, außer ich habe einen Unfall und werde dadurch berufsunfähig.

Wie werden meine gezahlten Beiträge angelegt und welche Gebühren fallen jährlich an?

Herr Borgmann:

Die monatlich gezahlten Beiträge werden in Investmentfonds angelegt. Hier gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Fonds, die wir, zusammen mit den Anbietern anbieten.

Von Technologie Fonds (mit Apple, Microsoft, Amazon), bis zu erneuerbaren Energien, oder nachhaltigen Fonds. Diese Anlagetypen können auch gewechselt werden.

Für jeden Vertrag gibt es Kosten. Es fallen Abschlusskosten in den ersten Jahren an, diese sind unterschiedlich bei den Anbietern.

Für die Airbag Funktion, also die Befreiung und die dann 10%ige Erhöhung, fallen ebenfalls Kosten pro Monat an. Man kann dies leider nicht pauschal sagen, da es vom Beruf abhängt, körperliche Arbeit, Raucher ja/nein, etc.

Dies wird in der individuellen Beratung dargelegt.

Wie läuft die Ansparphase ab, wenn die Gesundheit stabil bleibt? Gibt es automatische Erhöhungen? Kann man selbst den Betrag nach oben oder unten anpassen? Wenn ja, in welchem Rahmen?

Herr Borgmann:

Die Vertragsgestaltung ist gesamte Laufzeit flexibel.

Für den Airbag gilt, mindestens 25 Euro pro Monat, maximal 250 Euro pro Monat kann ich ansparen, ohne Gesundheitsfragen.

Wir empfehlen eine jährliche Dynamik für den Fall, dass die Gesundheit stabil bleibt, sozusagen eine automatische Erhöhung.

100 Euro heute, sind keine 100 Euro mehr wert in 10 Jahren. Die normale Inflation liegt zwischen 2% und 4% pro Jahr. 100 Euro sind in 20 Jahren also nicht mehr so viel Wert wie heute.

Und ja, den Betrag kann ich auch nach oben oder unten anpassen.

Es gibt auch die Möglichkeit den Beitrag jedes Jahr um 20% zu erhöhen. Wenn ich also mit 25 Euro anfange – 20% sind 5 Euro – könnte ich nach den 3 Jahren Wartezeit auf 40 Euro erhöhen.

Was passiert, wenn ich aufgrund der MS oder einer anderen Ursache nach zehn Jahren arbeitsunfähig werde?

Frau Stefowski:

Arbeitsunfähig heißt noch nicht berufsunfähig und ist von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich.

Wenn ich zu 50% berufsunfähig bin, springt der Zusatz ein, was bedeutet, dass die Versicherung die Beiträge für mich übernimmt und diesen Beitrag jährlich um 10% erhöht. Wenn ich also mit 100 Euro anfange, sind das 110 Euro im 2. Jahr, 121 Euro im dritten Jahr. Wenn ich dann 30 Jahre berufsunfähig bin, werden aus den 100 Euro, 1586,31 Euro pro Monat.

Wie lautet die genaue Definition von Berufsunfähigkeit?

Herr Borgmann:

Wenn ich voraussichtlich 6 Monate ununterbrochen außerstande bin oder bereits 6 Monate gewesen bin, meinen Beruf auszuüben, gelte ich als berufsunfähig für die Versicherung.

Was ein Anbieter aber auch sagt, selbst wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann, darf ich noch maximal 80% in einem anderen Beruf verdienen und gelte weiterhin als berufsunfähig!

Wenn ich also 2.000 Euro netto verdient habe, kann ich bis zu 1.600 Euro in einem anderen Beruf verdienen, die Gesellschaft muss die Beiträge aber weiterhin für meinen Airbag zahlen.

Und was passiert mit der Versicherung, wenn ich irgendwann wieder arbeitsfähig werden sollte?

Frau Stefowski:

Wenn ich wieder arbeitsfähig bin – in meinem Beruf – muss ich die Beiträge wieder selbst zahlen. Die Höhe, der dann zu zahlenden Beiträge kann in diesem Fall aber wieder herabgesetzt werden.

Heißt das wirklich, dass bei Berufsunfähigkeit sowohl meine Beiträge, als auch noch eine kontinuierliche Erhöhung von meinem Versicherungsunternehmen für mich eingezahlt werden und ich bei Erreichen des Rentenalters dann die Auszahlung erhalte nach gewählten Modalitäten?

Frau Stefowski:

Richtig, das ist die sogenannte Befreiung der Beitragszahlpflicht.

Wenn ich berufsunfähig bin, brauche ich keine Beiträge mehr zahlen, dies übernimmt hier die Gesellschaft für mich.

In unserem Konzept wird dann auch die 10%ige Erhöhung gezahlt, solange ich berufsunfähig bin.

Ab wann kann ich das angesparte Geld nutzen? Macht es einen Unterschied ob ich weiter erwerbstätig bin oder nicht?

Herr Borgmann:

Das angesparte Geld kann ich theoretisch jederzeit nutzen, da der Vertrag flexibel ist – es müssen nur 500 Euro enthalten bleiben. Da es sich aber um eine Altersvorsorge, also eine private Rente handelt, sollte ich das Geld nicht vorher nutzen. Eine Rente kann ab 62 anfangen.

Es macht keinen Unterschied, ob ich noch arbeiten kann, oder berufsunfähig bin.

Was passiert, falls ich vor Renteneintritt versterbe? In welchem Umfang erhalten meine Angehörigen das angesparte Geld?

Herr Borgmann:

Wenn ich vor dem Renteneintritt versterbe, erhalten meine Angehörigen das Geld, was angespart und dementsprechend verzinst wurde, den sogenannten Policenwert.

Auch wenn ich nach Renteneintritt, sagen wir mit 67,5 Jahren versterbe, wird die berechnete18fache jährliche Rente aus dem Vertrag vererbt. Als Beispiel, die jährliche Rente aus dem Vertrag beträgt 3600 Euro, dann sind das 63.000 Euro.

Verabschiedung

Möchten sie den Hörerinnen und Hörern noch etwas mit auf dem Weg geben?

Frau Stefowski:

Wir gehen davon aus, dass die meisten der Zuhörer die Diagnose MS bekommen haben und hoffen, dass wir heute einen guten Überblick geben konnten, was alles möglich ist, und freuen uns einige der Hörerinnen und Hörer auch persönlich kennenzulernen, denn wir sagen auch, nach dem Gespräch ist immer besser als vor dem Gespräch.

Wo findet man sie und ihre Angebote online?

Herr Borgmann:

Uns findet man in Dortmund 😉.

Unsere Beratung ist aber auch deutschlandweit über eine Videokonferenz möglich.

Wir planen auch kostenfreie Infoseminare zum Thema Finanzen, besonders für Menschen mit chronischen Krankheiten.

Ausführliche Informationen unter: https://swisslifeselectchronic.com/

Danke für das Gespräch an Katharina Stefowski und Michael Borgmann.

Ich wünsche Dir bestmögliche Gesundheit,
Nele

Mehr Informationen rund um das Thema MS erhältst du in meinem kostenlosen MS-Letter.

Hier findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Podcastfolgen.

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