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#201: Zucker und Gesundheit. Warum eine zuckerreduzierte Ernährung sinnvoll ist. Interview mit Dr. Franz-Werner Dippel

Im heutigen Interview mit Dr. Franz-Werner Dippel geht es um die Auswirkungen von zu viel Zucker auf die Gesundheit. Wie sieht die Studienlage aus? Welche Krankheiten nehmen in ihrer Häufigkeit zu, wenn der Zuckerkonsum zu hoch ist? Und wo liegt eigentlich die empfohlene Höchstdosis pro Tag?

Komorbiditäten, sprich weitere Erkrankungen, führen zu einer schnelleren Verschlechterung der Multiplen Sklerose und schränken oftmals die Auswahl an medikamentösen Optionen ein. Da es Zucker in unserer heutigen Gesellschaft in einem permanenten Überangebot gibt, war es mir einen eigenen Beitrag wert.

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Inhaltsverzeichnis

Vorstellung Dr. Franz-Werner Dippel

Ich bin Diplom-Biologe und Medizinwissenschaftler und verfüge über mehr als 30 Jahre Erfahrung mit ernährungsbedingten Stoffwechselerkrankungen (Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Arteriosklerose, Fettleber, krankhaftes Übergewicht, Metabolisches Syndrom etc.) in verschiedenen Funktionen der Forschung.

Derzeit bin ich als freiberuflicher Dozent für Ernährung & Gesundheit für diverse Bildungsträger sowie einige gewerbliche Kunden (betriebliches Gesundheitswesen) tätig.

Darüber hinaus bin ich Gastwissenschaftler im Bereich Ernährung & Gesundheit an der Technischen Universität Berlin eingeschrieben.

Persönliche Motivation für den Beruf

Aufgrund einer starken Akne während der Pubertät empfahl mir mein Hausarzt auf Zucker zu verzichten. Nach 6 Monaten war ich „geheilt“. Seit dieser Zeit ist mir klar, dass Ernährung einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit hat. Deshalb habe ich Biologie und Medizinwissenschaft studiert.

Bei der Erziehung meiner beiden Töchter habe ich von Anfang an auf eine gesunde, zuckerreduzierte Ernährung geachtet. Das hat sich ausgezahlt. Beide sind rank und schlank und interessieren sich ebenfalls für Gesundheit & Ernährung. Meine älteste Tochter studiert Medizinpädagogik, die jüngere Humanmedizin.

Auswertung von 73 qualitativ hochwertigen Metaanalysen zum Zuckerkonsum

Worauf bezieht sich ihre Zusammenfassung im Artikel „Zucker: Süß, weiß und tödlich?“?

Aus einer Vielzahl von Studien wissen wir, dass Zucker eines der größten Gesundheitsrisiken in unserer Ernährung darstellt (WHO). In einer aktuellen Megastudie haben chinesische und amerikanische Wissenschaftler die Gesundheitsgefahren durch Zucker jetzt systematisch untersucht. Bei der neuen Publikation handelt es sich um die umfangreichste jemals durchgeführte Untersuchung zu den gesundheitlichen Risiken des Zuckerkonsums. Sie fasst den gegenwärtigen Stand der Wissenschaft zusammen.

Für wie viele und welche Art von Erkrankungen gab es einen statistisch signifikanten Zusammenhang? Und können sie erläutern, was statistisch signifikant bedeutet?

Zucker fördert Übergewicht und begünstigt dadurch die Entstehung zahlreicher Folgeerkrankungen (WHO). Für 45 von 83 untersuchten medizinischen Endpunkten (Krankheiten) war der Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Zucker und dem gesundheitsschädlichen Effekt in der aktuellen Publikation statistisch signifikant. Dabei handelt es sich um 18 endokrinologische bzw. metabolische Erkrankungen (z.B. Übergewicht, Fettleber, Typ-2-Diabetes, Gicht, erhöhte Cholesterinwerte), 10 kardiovaskuläre Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung, Herzinfarkt, Schlaganfall), 7 Krebserkrankungen (z.B. Leber-, Bauchspeicheldrüsen, Brust- und Prostatakrebs) sowie 10 weitere Krankheiten verschiedenster Organsysteme (z.B. Asthma, ADHS, Depression und Karies). Für vier Endpunkte war die Datenlage uneinheitlich. Für die restlichen 34 Endpunkte war der Zusammenhang zwischen Zuckerverzehr und Erkrankung statistisch nicht signifikant.

Von einem statistisch signifikanten Zusammenhang spricht man immer dann, wenn das Ergebnis für einen zufälligen Effekt sehr unwahrscheinlich ist. Für die Signifikanz gibt es wissenschaftlich definierte Grenzwerte der Wahrscheinlichkeit.

Steht die Menge an Zucker im direkten Verhältnis zur krankmachenden Wirkung?

Davon ist auszugehen! Für einige Erkrankungen wurde eine lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung gefunden. Für andere zeigte sich ein deutlicher Dosiseffekt beim Vergleich der höchsten mit der niedrigsten konsumierten Zuckermenge. Diese Befunde legen einen kausalen Zusammenhang nahe. Ein Beweis im strengen wissenschaftlichen Sinne ist das jedoch nicht. Es handelt sich aber um die beste, derzeit verfügbare Evidenz. Aus methodischen Gründen ist eine beweisende (konfirmatorische) Studie leider nicht durchführbar. Die Situation ist vergleichbar mit Studien zum Alkohol- und Nikotinkonsum. Auch hier fehlt der endgültige Beweis. Die Indizienkette ist jedoch erdrückend.

Welche Stoffwechselerkrankungen treten gehäuft auf, wenn man regelmäßig zuckerhaltige Getränke konsumiert?

Übergewicht, Fettleibigkeit (Adipositas), Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen (erhöhte Cholesterin- bzw. Triglyzerid-Werte), nicht alkoholische Fettleber.

Wie beeinflusst die Aufnahme von Zucker Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems?

Vereinfacht gesagt, führt Zucker zu Übergewicht und Fettleibigkeit und in der Folge zu Ablagerungen in den großen und kleinen Blutgefäßen (Arteriosklerose). Es kommt zur Gefäßverengung bzw. zum vollständigen Gefäßverschluss. Wenn sich Ablagerungen lösen, und mit dem Blutstrom wandern kommt es zum Herzinfarkt, Schlaganfall, zur Lungenembolie oder zu Thrombosen.

Gibt es Hinweise für einen Zusammenhang von zu viel Zucker und Krebserkrankungen?

Krebserkrankungen entwickeln sich i.d.R. über sehr lange Zeiträume. Zucker scheint nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft die Entwicklung bestimmter Krebsarten zu begünstigen. Dazu gehören insbesondere Leber-, Bauchspeicheldrüsen-, Brust- und Prostatakrebs. Der genaue Wirkmechanismus ist jedoch nicht bekannt. Ähnlich verhält es sich mit Alkohol und Nikotin. Auch hier ist der genaue Wirkmechanismus zwischen der konsumierten Menge und der Entwicklung von Leber- und Lungenkrebs nicht in allen Einzelheiten verstanden. Dennoch bezweifelt heute niemand mehr den Zusammenhang zwischen Alkohol und Leberkrebs bzw. zwischen Rauchen und Lungenkrebs. Natürlich gibt es aber auch Alkoholiker und Raucher, die nicht an Krebs erkranken. Dabei handelt es sich jedoch um eine Minderheit.

Welche weiteren Erkrankungen werden durch einen erhöhen Zuckerkonsum negativ beeinflusst?

Die erste Erkrankung, für die ein Zusammenhang mit dem Konsum von Zucker nachgewiesen wurde, ist Karies. Bakterien im Zahnbelag ernähren sich von Zucker und Stärkeabbauprodukten. Sie setzen organische Säuren frei, die den Zahnschmelz auflösen und Löcher entstehen lassen. Ohne entsprechende Mundhygiene führt der Prozess zu schmerzhaften Entzündungen sowie mittel- und langfristig zum Zahnverlust.

Für ADHS, Depressionen und Asthma wird ebenfalls ein Zusammenhang mit einem hohen Zuckerkonsum vermutet. Manchmal lassen sich Ursache und Wirkung nicht eindeutig auseinanderhalten. Es könnte z.B. ja auch sein, dass depressive Menschen zu vermehrtem Zuckerkonsum neigen. Zucker gehört neben anderen Genussmitteln zu den Stimmungsaufhellern schlechthin.

Varianten des Zuckers

Welche Zuckerarten treten besonders häufig auf und macht es einen Unterschied für die Gesundheit, welche Zuckerart ich zu viel aufnehme?

Der häufigste Zucker in unserer Nahrung ist die Glukose (Traubenzucker). Sie ist zu jeweils 50 Prozent in unserem Haushaltszucker (Saccharose) sowie im Milchzucker (Laktose) enthalten. Zu 100 Prozent kommt sie in Stärke (Mehl, Nudeln, Reis, Kartoffeln) und Stärkeabbauprodukten (Maltose, Maltodextrin) vor.

Glukose kommt darüber hinaus in unterschiedlichen Konzentrationen auch in Honig, Ahorn- und Agavensirup, Dicksäften, Maissirup sowie im Kokosblütenzucker vor.

Der zweithäufigste Zucker ist die Fruktose (Fruchtzucker). Sie kommt ebenfalls zu 50 % im Haushaltszucker vor sowie in unterschiedlichen Konzentrationen in Maissirup, Honig und anderen Pflanzenzuckern.

Der dritthäufigste Zucker ist die Galaktose (Schleimzucker). Sie kommt zu 50 % im Milchzucker vor.

Alle drei Zuckerarten (Glukose, Fruktose und Galaktose) tragen gleichermaßen zur Entwicklung von Übergewicht, Fettleber und Typ-2-Diabetes bei.

In industriell hochverarbeiteten Nahrungsmitteln finden sich mehr als 70 verschiedene Bezeichnungen für zugesetzten Zucker, darunter z.B. Dextrose, Gerstenmalzextrakt, Invertose, Isoglukose, Isomerose, Lävulose, Magermilchpulver, Molkenpulver, Raffinade, Sucanat etc. Damit ist der Verbraucher völlig überfordert.

Warum sind zuckerhaltige Getränke besonders schlecht für die Gesundheit?

In Getränken liegt der Zucker in gelöster Form vor, entweder als Haushaltszucker (Saccharose) oder als Glukose-Fruktose-Sirup (Maissirup). Im ersten Fall muss der Haushaltszucker lediglich in seine beiden Bestandteile Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker) gespalten werden. Das geschieht innerhalb weniger Minuten im Dünndarm. Danach erfolgt die Resorption der Zuckermoleküle ins Blut und ihr Transport in die Leber. Im zweiten Fall liegen Glukose und Fruktose bereits als Monomere vor. Eine enzymatische Spaltung ist nicht erforderlich.

In beiden Fällen kommt es zu einer explosionsartigen Erhöhung des Blutzuckers und einer überschießenden Insulinreaktion der Bauchspeicheldrüse. Die überschüssige Energie (Blutzucker) wird in Fett umgewandelt und in der Leber, den Muskeln sowie im Bauchraum gespeichert. Auf Dauer überfordern diese sich wiederholenden Prozesse die körpereigenen Regulationssysteme. Es entwickelt sich eine Insulinresistenz (die Zellen nehmen keinen Zucker mehr auf) sowie ein Sekretionsversagen (die Bauchspeicheldrüse produziert nicht mehr genügend Insulin). In der Folge kommt es zum Vollbild des Typ-2-Diabetes.

Im Gegensatz dazu wird der Zucker aus einem Apfel sehr viel langsamer aufgenommen.

Warum sollte man auch mit Fruchtsäften vorsichtig sein, die vermeintlich gesünder erscheinen als kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke?

Auch in Fruchtsäften und Obst-Smoothies liegt der Zucker in gelöster Form vor. Die Zellen der Früchte werden durch die Verarbeitung (Saftpresse, Mixer) aufgebrochen und die Ballaststoffe entfernt (Fruchtsaft) oder soweit zerkleinert (Smoothie), dass sie die Aufnahme des Zuckers ins Blut nicht mehr verzögern können. Es kommt zu den gleichen Folgen wie beim Konsum von Softdrinks.

Wie viel Zucker steckt in Fertigprodukten und warum sollte man lieber auf sie verzichten?

In industriell hergestellten Nahrungsmitteln steckt unterschiedlich viel Zucker. Es gibt kaum noch Fertigprodukte, die keinen zugesetzten Zucker enthalten. Softdrinks und Fruchtsäfte enthalten zwischen 10 und 15% Zucker, Frühstücksflocken und Brotaufstriche zwischen 30 und 50%. Süßigkeiten bestehen zum überwiegenden Teil aus Zucker (z.B. Bonbons, Gummibärchen, Marshmallows).

Zucker (Glukose) ist im Gegensatz zu einigen essentiellen Aminosäuren sowie den Omega-3-Fettsäuren (ALA, EPA, DHA) kein lebensnotwendiger Nahrungsbestandteil. Unser Körper ist in der Lage jeden benötigten Zucker aus anderen Nahrungsbestandteilen selbst herzustellen (Glukoneogenese).

Der Mensch ist evolutionär nicht an solche großen Zuckermengen angepasst. Unsere Vorfahren hatten über Jahrtausende keinen Zugang zu Zucker. Erst mit Beginn des 19. Jahrhunderts hielt Zucker in geringem Umfang Eingang in unsere Ernährung. Seit dem Ende des 2. Weltkriegs ist Zucker ein Massenprodukt.

Empfehlungen zum Zuckerkonsum

Wo liegt der aktuelle Zuckerkonsum in Deutschland pro Kopf und welchen Grenzwert empfiehlt die WHO?

Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei etwa 36 kg. Das entspricht 3 kg reinem Zucker pro Monat und ca. 100 Gramm pro Tag. In der offiziellen Statistik wird jedoch lediglich der Konsum an Haushaltszucker aus Zuckerrüben und Zuckerrohr erfasst. Nicht enthalten ist der Verbrauch an Zucker aus anderen Zuckerpflanzen (z.B. Maissirup, Ahornsirup, Kokosblütenzucker etc.) sowie Honig und Milchprodukten.

Die WHO-Richtlinie vom 04.03.2015 empfiehlt, maximal 5% des täglichen Energiebedarfs in Form von zugesetztem Zucker zu sich zu nehmen. Bei einem durchschnittlichen Energiebedarf von 2.000 kcal entspräche das etwa 25 g Zucker. Diese Menge ist bereits mit einem Glas (250 ml) eines gesüßten Erfrischungsgetränks erreicht.

Was bedeutet das konkret für den Verzehr von gesüßten Erfrischungsgetränken?

Gesüßte Erfrischungsgetränke und so genannte Energydrinks sind reine Zuckerbomben. Sie zu vermeiden ist ein erster Schritt aus der Zuckerfalle.

Wie erkennt man Zucker auf den Verpackungsangaben?

Zucker gehört zu den kennzeichnungspflichtigen Nahrungsbestandteilen in Fertigprodukten. In der Nährwerttabelle werden alle Zuckerarten summiert und als Gesamtzuckergehalt sowohl in Gramm als auch in Prozent ausgewiesen. Die Zutatenliste gibt Aufschluss darüber, um welche Zuckerart es sich handelt. Fertigprodukte, die mehr als 5% an zugesetztem Zucker enthalten, sollte man nicht kaufen.

Macht Zucker süchtig und wenn ja, wie schwer ist es, davon loszukommen?

Zucker erzeugt eine psychische und physische Abhängigkeit. Das weiß jeder, der schon einmal versucht hat, auf Zucker zu verzichten. Es gibt keinen Königsweg, um vom Industriezucker loszukommen. Es erfordert wie beim Nikotin- und Alkoholentzug Selbstdisziplin und Willensstärke. Falls man es alleine nicht schafft, ist psychotherapeutische Hilfe empfehlenswert.

Welche Tipps haben sie, um auf ein gesundes Maß an Zuckeraufnahme zurückzukommen?

Im Gegensatz zu unseren frühen Vorfahren stehen uns heute zahlreiche zuckerhaltige Obstsorten zur Verfügung. Zuckerarm aber trotzdem sehr süß sind z.B. Beeren (Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren etc.). Auch gegen einen Apfel pro Tag ist nichts einzuwenden. Vermeiden sollte man Bananen, Süßkirschen und Weintrauben sowie Trockenfrüchte aller Art. Zu besonderen Gelegenheiten (Geburtstag, bestandene Prüfung, Hochzeit etc.) ist natürlich auch ein Stück Kuchen erlaubt. Am besten selbst gebacken. Dann weiß man wie viel Zucker drin ist. Als natürliche Süßungsmittel eignen sich auch Vanille, Zimt und Kakao.

Gibt es Erfahrungswerte, was besser funktioniert – die schrittweise Reduktion von Zucker oder ein radikaler Schnitt?

Studien dazu sind mir nicht bekannt. Vom Rauchen und Trinken weiß man, dass die Nullpunktmethode effektiver ist als der allmähliche Nikotin- bzw. Alkoholentzug.

Wo findet man Unterstützung und weiterführende Informationen, wenn man seinen Zuckerkonsum verringern möchte?

Den Ausstieg aus der Zuckerabhängigkeit erreicht man z.B. über das medizinische Heilfasten unter ärztlicher Kontrolle. Die Kosten dafür werden aber nicht von der Krankenkasse übernommen.

Welche Entwicklung im Umgang mit Zucker in der Gesellschaft wünschen sie sich in den kommenden 5 Jahren?

Ich befürchte, dass die Art und Weise moderner Lebensmittelproduktion unumkehrbar ist. Eine Zuckersteuer würde vermutlich nur dazu führen, dass die Industrie den Zucker durch Ersatzstoffe (z.B. Xylit, Erythrit) bzw. synthetische Süßungsmittel (z.B. Stevia, Aspartam) austauschen würde. Damit wäre aus meiner Sicht nichts gewonnen, da wir an diese Substanzen genauso wenig angepasst sind wie an Zucker. Mittlerweile sind zwei Drittel der deutschen Bevölkerung übergewichtig und ein Viertel davon sogar fettleibig. Tendenz steigend. Die Politik schaut dieser Entwicklung bisher hilflos zu. Vielleicht leitet der Gesetzentwurf zum Verbot von Werbung für ungesunde Kindernahrungsmittel eine Trendwende ein.

Verabschiedung

Wo findet man sie und ihre Informationsangebote im Internet?

Ich persönlich betreibe keine eigene Homepage, da ich weder gewerbliche noch kommerzielle Interessen verfolge.

Seit 2018 gebe ich Zuckerseminare für verschiedene Volkshochschulen.

Kursthema „Zucker, ein dickes Problem?“ oder meinen Namen in den bundesweiten VHS-Kursfinder eingeben: https://www.volkshochschule.de/kursfinder.php

Darüber hinaus biete ich Seminare zu folgenden Themen an: Gewichtsreduktion, Intervallfasten. Low-Carb, Superfoods, Nahrungsergänzungsmittel, Milch­produkte, pflanzenbasierte Ernährung, Nahrungsmittelallergien, Mikrobiom, Stärkung des Immunsystems etc.

Zum Thema Zucker gibt es eine aktuelle Publikation von mir. Sie kann als pdf-Dokument heruntergeladen werden.

Es gibt eine wunderbare ARTE-Dokumentation mit dem Titel „Die große Zuckerlüge“: https://www.youtube.com/watch?v=Qe5spCAQgr0

Darüber hinaus gibt es zahlreiche sehr lesenswerte Bücher:

  1. Lustig: „Die bittere Wahrheit über Zucker“. Riva-Verlag, 2016
  2. Yudkin: „Pur, weiss, tödlich“. Systemed-Verlag, 2018
  3. Taubes: „Der süße Tod“ Riva-Verlag, 2019
  4. Verbraucherzentrale: „Achtung, Zucker!“, 2017

Möchten sie den Hörerinnen und Hörern noch etwas mit auf dem Weg geben?

Beim Thema Zucker ist man weitgehend auf sich alleine gestellt. Jeder Einzelne kann aber selbst etwas tun. Kaufen Sie keine gesüßten Getränke und Fertigprodukte. Kochen und backen Sie öfter mal wieder selbst.

Vielen Dank an Dr. Franz-Werner Dippel für den guten Überblick zum Thema Zucker. Ich weiß nun für mich, dass ich definitiv zu viel Zucker zu mir nehme und werde versuchen, dass ab heute stark zu reduzieren. Denn Begleiterkrankungen brauchst Du nicht und ich auch nicht zusätzlich zur Multiplen Sklerose.

Außerdem fördert Zucker Entzündungen und hat damit ganz direkt einen negativen Einfluss auf die MS. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Zuckerreduktion und nimm den Zucker als Gegner ernst, da er wie andere Suchtmittel versucht, weiter Teil Deines Lebens zu bleiben.

Hier findest Du weitere Beiträge zum Thema Ernährung:

 

Bis bald und mach das Beste aus Deinem Leben,
Nele

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